Ausbildung bei den Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften

Azubi-Day 2015 für die Azubis des Arbeitskreises Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften e.V.

24.03.2015

Für die Azubis des Arbeitskreises Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften e.V. fand am 16. Februar 2015 der erste Azubi-Day statt. Die Idee dafür entwickelten die Ausbildungsleiter der insgesamt 30 Genossenschaften. Ziel ist zum einen die Förderung eines Azubi-Netzwerkes. Außerdem sollen die Nachwuchskräfte zur/zum Immobilienkauffrau/-kaufmann ihr ausbildungs- und berufsbezogenes Wissen erweitern und sich zu immobilienwirtschaftlichen Themen austauschen.

Am 16. Februar 2015 haben rund 40 Azubis teilgenommen und wurden dafür von ihren Ausbildungsbetrieben für einen Tag freigestellt. Die Walddörfer Wohnungsbaugenossenschaft eG stellte ihre Räumlichkeiten zur Verfügung und organisierte eine Besichtigung eines Neubauprojektes, das im Mai 2015 bezugsfertig sein wird. Alles Wissenswerte zu diesem Neubau – von der Planung bis zur Durchführung – hatte Sina Kringel, Auszubildende der Walddörfer Wohnungsbaugenossenschaft eG, für die anderen Teilnehmer aufbereitet und anschaulich in einer Präsentation dargestellt.

Außerdem erhielten die Azubis an dem Tag Informationen über Strukturen und Aufgaben der Verbände, Arbeitskreise und Gremien, denen Hamburger Genossenschaften angehören. Frau Dr. Iris Beuerle, Referentin beim Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen und Dozentin, sowie Alexandra Chrobok, Vorstandsmitglied des Arbeitskreises Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften e.V., referierten lebendig und ausführlich.

Das Feedback der Azubis war positiv. Sie wünschen sich die Fortsetzung des Azubi-Days mit ausreichend Zeit für persönlichen und fachlichen Austausch. Die Fortsetzung folgt.

Erlangen Sie einen Einblick in die täglichen Aufgaben und Chancen der Auszubildenden der Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften. Vier unserer insgesamt rund 150 Azubis stellen sich hier vor.

Inka MöllerInka Möller
Ausbildung zur Immobilienkauffrau
Altonaer Spar- und Bauverein eG

1) Welchen Ausbildungsberuf erlernst du und wie sieht dessen Aufgabengebiet aus?

Seit August 2012 bin ich Auszubildende zur Immobilienkauffrau bei der Altonaer Spar- und Bauverein eG (kurz: altoba). Entgegen dem, was viele erwarten, lerne ich hier nicht Häuser oder Wohnungen zu verkaufen. Stattdessen gewinne ich umfangreiche und spannende Einblicke in die Verwaltung unseres Wohnungsbestandes in den Abteilungen Vermietung, Technik und Rechnungswesen.

2) Warum hast du dich für eine Ausbildung zur Immobilienkauffrau entschieden?

Ich wollte einen Beruf erlernen, bei dem Menschen im Mittelpunkt stehen. Bei der telefonischen Annahme von Reparaturmeldungen oder durch direkten Kundenverkehr im Mietercentrum mit Mitgliedern, die beispielsweise nach einer Wohnungsbesichtigung noch Fragen zum Mietvertrag stellen, hat man viel Kontakt zu unterschiedlichen Menschen.

3) Was macht die Arbeit in einer Wohnungsbaugenossenschaft aus deiner Sicht so besonders?

Als Genossenschaft sind wir uns auch unserer sozialen Verantwortung als Wohnungsunternehmen bewusst und fördern die Gemeinschaft unserer Mitglieder durch das Betreiben mehrerer Nachbarschaftstreffs und das Organisieren von Veranstaltungen. Hier konnte ich mich, zu meiner Freude, auch kreativ einbringen.

Alexander EhrleinAlexander Ehrlein
Duales Studium Bau- und Immobilienmanagement
Eisenbahnbauverein Harburg eG

1) Welche duale Ausbildung absolvierst du und wie sieht dein Aufgabengebiet aus?

Ich studiere Bau- und Immobilienmanagement. Seit September 2013 arbeite ich zusätzlich beim Eisenbahnbauverein Harburg eG (kurz: EBV). Meine Aufgaben dort sind sehr vielseitig. Ich bin in der Technik tätig, wie auch in der Vermietung.

2) Warum hast du dich für eine duale Ausbildung entschieden?

Ich habe mich für ein duales Studium entschieden, weil ich die erlernte Theorie gleich in der nächsten Praxisphase umsetzen kann. Dies gelingt mir bis jetzt ganz gut. Für die Hochschule 21 habe ich mich entschieden, weil es kaum Hochschulen gibt, welche den Studiengang Bau- und Immobilienmanagement dual anbieten.

3) Was macht die Arbeit in einer Wohnungsbaugenossenschaft aus deiner Sicht besonders?

Beim EBV durchlaufe ich jede Abteilung. Gerade zu Beginn ist es für mich wichtig, an vielen praktischen Aufgabenstellungen in der Technik mit zu arbeiten und auch selbst umzusetzen. Ich habe hier die Möglichkeit, nicht nur alltägliche Probleme zu lösen, sondern mich auch bei großen Sanierungsprojekten zu beteiligen.

Nicola SchmidtNicola Schmidt
Immobilienkauffrau
Baugenossenschaft freier Gewerkschafter eG

1) Welchen Ausbildungsberuf erlernst du und wie sieht dessen Aufgabengebiet aus?

Ich mache meine Ausbildung zur Immobilienkauffrau bei der Baugenossenschaft der freien Gewerkschafter (kurz: BGFG). Mein Aufgabengebiet ist dabei sehr vielfältig, da ich alle Sparten des Unternehmens kennenlerne. Derzeit bin ich im Bereich des Vorstands tätig. Hier erhalte ich Einblicke ins Marketing und organisiere zum Beispiel die Vertreterwahl mit.

2) Warum hast du dich für eine Ausbildung zur Immobilienkauffrau entschieden?

Ich interessiere mich sehr für Immobilien, wollte aber auch etwas Soziales machen. Daher habe ich mich für die Ausbildung zur Immobilienkauffrau in einer Genossenschaft entschieden. Da ich selbst Mitglied der BGFG bin, hatte ich schon positive Erfahrungen mit den sozialen Prinzipien einer Wohnungsbaugenossenschaft gemacht.

3) Was macht die Arbeit in einer Wohnungsbaugenossenschaft aus deiner Sicht so besonders?

Man lernt nicht nur alles rund um Immobilien, sondern hat auch viel mit Menschen zu tun – das macht besonders Spaß. So habe ich zum Beispiel schon mal eine Lesung in einem unserer Nachbarschaftstreffs mitorganisiert. Hier war ich Ideengeberin und Mitorganisatorin. Der Abend war ein voller Erfolg, auf den ich noch immer sehr stolz bin.

Laura LadigesLaura Ladiges
Immobilienkauffrau
Baugenossenschaft Hamburger Wohnen eG

1) Welchen Ausbildungsberuf erlernst du und wie sieht dessen Aufgabengebiet aus?

Ich bin seit August 2013 Auszubildende zur Immobilienkauffrau bei der Baugenossenschaft Hamburger Wohnen eG. Neben der Vermietung und Verwaltung lerne ich auch die technische Seite des Immobilienwesens kennen, wenn beispielsweise Modernisierungen oder Neubaumaßnahmen bevorstehen. Die Ausbildung ist sehr vielseitig, da ich die einzelnen Abteilungen durchlaufe und die Möglichkeit bekommen, mich mit jeder auseinanderzusetzen.  

2) Warum hast du dich für eine Ausbildung zur Immobilienkauffrau entschieden?

Ich war schon immer an einem kaufmännischen Beruf interessiert. Nach meinem Praktikum bei einer Firma
für öffentliche Immobilien hat mir diese Branche sehr zugesagt. Da ich aber lieber in den Bereich der privaten Vermietung wollte, haben mir die Genossenschaften besonders gut gefallen. Hier wird die kaufmännische Tätigkeit mit einem direkten Bezug zu Menschen bzw. Mitgliedern kombiniert. Ein weiterer Punkt ist, dass die Immobilienbranche zukunftssicher ist,

da Menschen immer Wohnraum benötigen.

3) Was macht die Arbeit in einer Wohnungsbaugenossenschaft aus deiner Sicht so besonders?

Mir gefällt die soziale Komponente bei den Genossenschaften: Statt Kunden haben wir Mitglieder, die ein Mitspracherecht besitzen. Genossenschaften sind sozial eingestellt – dies erlebe ich hier auch in der Praxis. Man ist vor allem als Auszubildender nie auf sich allein gestellt und es herrscht immer ein gutes Miteinander. Einen Beruf zu finden, der einen sowohl fördert als auch fordert und der zudem die nächsten Jahre Spaß macht, ist nicht immer einfach. Doch ich glaube, das ist mir gelungen.