Wohnungsbaugenossenschaften investieren über eine halbe Milliarde Euro in Hamburg

05.02.2015

Bezahlbarer und attraktiver Wohnraum zählt weiterhin zu den Kernherausforderungen, denen sich Hamburg als wachsende Stadt stellt. Der Arbeitskreis Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften e.V. präsentiert die Zahlen für 2015

- Gesamtinvestitionen 2015: 514 Millionen Euro
- Wohnungsbau: 237 Millionen Euro
- Instandhaltung und Modernisierung bestehender Objekte: 277 Millionen Euro
- Fertigstellung neuer Wohnungen 2015: 524

Die Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften zählen zu den wichtigsten Akteuren im Wohnungsmarkt der Hansestadt. Jede fünfte Mietwohnung gehört den im Arbeitskreis der Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften organisierten 30 Unternehmen. Gemeinsam stellen die Genossenschaften über 131.000 Wohnungen zur Verfügung. Das entspricht etwa 14 Prozent des gesamten Hamburger Wohnungsbestandes sowie etwa 20 Prozent des Mietwohnbestandes der Hansestadt.

In 2015 investieren die Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften erneut mehr als eine halbe Milliarde Euro in den Neubau von Mietwohnungen sowie die Instandhaltung und Modernisierung bestehender Objekte. „Mit einem gesamten Investitionsvolumen von 514 Millionen Euro liegen wir unter Berücksichtigung marktüblicher Schwankungen auf dem Vorjahresniveau, in dem wir insgesamt 524 Millionen Euro investiert haben. Darauf sind wir sehr stolz“, sagt Petra Böhme, Vorstand im Arbeitskreis Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften e.V. „Im Zeitraum von 2006 bis 2015 werden sich die Investitionen auf 4,2 Milliarden Euro summieren“, so Böhme weiter.

 Mehr Wohnraum für Hamburg – mit ökologischer Weitsicht

Im vergangenen Jahr haben die Wohnungsbaugenossenschaften 624 neue Mietwohnungen fertiggestellt. Damit gehört etwa jede zehnte der rund 6.100 neu gebauten Wohnungen zu den im Arbeitskreis zusammengeschlossenen Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften. 228 Wohnungen, also mehr als ein Drittel, wurden im Rahmen des 1. und 2. Förderwegs zur Verfügung gestellt.

Für 2015 sind weitere 524 fertige Mietwohnungen sowie der Baubeginn von 1.163 Wohnungen geplant. 60 Prozent der Wohnungen (676 Wohnungen), mit deren Bau in diesem Jahr begonnen wird, werden über geringe Anfangsmieten öffentlich gefördert. 237 Millionen Euro fließen 2015 in den Neubau. Damit leistet der Arbeitskreis nicht nur einen entscheidenden Beitrag zum „Bündnis für das Wohnen“, sondern sorgt auch für mehr sozialen Wohnraum in Hamburg.

 Neben dem Neubau investieren die Wohnungsbaugenossenschaften auch 2015 wieder einen hohen Betrag in die Modernisierung und Instandhaltung der bestehenden Wohnungen – insgesamt 277 Millionen Euro. Im Mittelpunkt vieler Maßnahmen stehen Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. So wurden 2014 etwa 66 Millionen Euro zur CO2-Reduzierung investiert. Für 2015 sind Ausgaben in Höhe von circa 47 Millionen Euro geplant. „Wir denken langfristig und setzen uns daher sowohl beim Neubau, als auch bei der Modernisierung und Instandhaltung für den Umweltschutz ein“, erklärt Böhme.

 Vielfältiges Engagement für nachhaltige Quartiers- und Stadtentwicklung

Der demografische Wandel stellt die Wohnungswirtschaft auch in Hamburg vor große Herausforderungen, auf die sich die Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften bewusst einstellen: In 2.634 Wohnungen bieten sie Betreuungsangebote für ältere, kranke oder behinderte Menschen an, weitere 767 Wohneinheiten sind behindertengerecht. 7.728 Wohnungen sind barrierearm zugänglich. Das sind rund acht Prozent des gesamten Wohnungsbestandes.

Erwähnenswert ist das vielfältige Engagement der Wohnungsbaugenossenschaften für die Entwicklung der Hansestadt und ihrer Quartiere auch im sozialen Bereich. Viele Wohnungsbaugenossenschaften und ihre Mitglieder engagieren sich – zum Beispiel in Sprachkursen für Migranten, ökologischen Projekten wie autofreiem Wohnen oder Aufräum-Aktionen, kulturellen Angeboten und Einkaufshilfen für ältere Bewohner. Gerade in Hamburg leben viele Menschen in Single-Haushalten, darunter viele Senioren, die häufig von Vereinsamung betroffen sind. Hier zählen vor allem lebenswerte Nachbarschaften. Die Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften fördern das soziale Miteinander ihrer Mitglieder in circa 80 Stadtteiltreffs. Mehr als 1.000 unserer Mitglieder engagieren sich ehrenamtlich für die Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften und sorgen so für stabile Quartiere.