„Modernisierung und Neubau müssen wirtschaftlich bleiben“

05.12.2013

Einordnung der EnEV-Novelle auf der Fachveranstaltung „Genossenschaften im Gespräch“

Sind höhere Anforderungen an die Energieeffizienz von Neubauten, wie sie die EnEV-Novelle ab 2016 fordert, ein relevanter Baustein der Energiewende? Oder doch nur ein weiterer Stolperstein für bezahlbares Wohnen, besonders im städtischen Großraum? Dieser Frage gingen Experten auf der Fachveranstaltung „Genossenschaften im Gespräch“ des Arbeitskreises Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften e.V. nach.

„Wir denken nicht in Jahren, sondern in Generationen. Unser erklärtes Ziel ist es, unseren Mitgliedern nachhaltigen Wohnraum zu bieten, den sie ein Leben lang nutzen können. Energieeffizientes Bauen ist deshalb ein Kernthema für uns“, sagt Petra Böhme, Vorstand des Arbeitskreises Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften e.V. „Wir bauen bereits nach energetisch hohen Standards. Durch eine Anhebung der Effizienzanforderungen an Neubauten um 25 Prozent stellt sich für uns vorrangig die Frage nach der Wirtschaftlichkeit. Da wir unseren Mitgliedern nicht nur hochwertigen, sondern auch bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung stellen, werden wir höhere Baukosten nicht 1:1 weitergeben. Damit könnte die EnEV-Novelle eine deutliche Einschränkung unserer Bautätigkeit darstellen“, erläutert Peter Kay, Vorstand der Baugenossenschaft Freier Gewerkschafter eG.

Fachveranstaltung stößt auf großes Interesse

„Mit rund 140 Teilnehmern war die Fachveranstaltung Genossenschaften im Gespräch zum Thema „Die EnEV 2014 – eine weitere Hürde für mehr (bezahlbaren) Wohnraum in Hamburg?“ ein voller Erfolg. Die Referenten haben in ihren Vorträgen unterschiedliche Blickwinkel auf das facettenreiche Thema gezeigt“, resümiert Frank Seeger, Vorstand des Arbeitskreises Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften e.V. Neben Peter Rathert, Ministerialrat Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Peter Kay, Vorstand der Baugenossenschaft Freier Gewerkschafter eG, Lars Beckmannshagen, Architekt ZEBAU stellte auch Jürgen Daamen, Prokurist Vertrieb der KfW Bankengruppe, Förderprogramme rund um die EnEV vor. Michael Sachs, Staatsrat für Stadtentwicklung der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, richtete zu Beginn der Veranstaltung ein Grußwort an die Teilnehmer.

Über den Arbeitskreis Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften e.V.

Der Arbeitskreis Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften e. V. ist ein Zusammenschluss von 30 Wohnungsbaugenossenschaften in der Hansestadt mit rund 130.000 Wohnungen und über 200.000 Mitgliedern. Ziel des Arbeitskreises ist es, Interessen und Aktivitäten der Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften zu bündeln und das genossenschaftliche Wohnen bekannter zu machen. Als lokal verwurzelter Arbeitgeber und bedeutender Auftraggeber für das Handwerk sind die Wohnungsbaugenossenschaften ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor in der Hansestadt. Mit ihren sozialen Aktivitäten und der Förderung des Gemeinschaftsgedankens leisten sie einen wichtigen Beitrag zur positiven Entwicklung einzelner Stadtquartiere und dessen Vielfalt.

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